Kompositionsaufträge an Jérôme Combier und Snezana Nesic

Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik e.V., Hannover, Deutschland

 

Die Reihe „Zeitlupe 2018 Una Voce Poco Fa“ beschäftigt sich in vier moderierten Konzerten mit der vielseitigen Begegnung von neuer Kammermusik mit der Stimme.

Mit Werken wie Pierrot Lunaire und seinem Zweiten Quartett op. 10 eröffnete Arnold Schönberg dem 20. Jahrhundert eine Welt neuer Möglichkeiten hinsichtlich des Einsatzes der menschlichen Stimme in der Kammermusik. Diese frühen Werke mit ihren erweiterten Texturen und klangfarblichen Möglichkeiten markierten einen erheblichen Sprung nach vorn gegenüber den mit Klavier begleiteten Liedern des 19. Jahrhunderts. Im weiteren Verlauf der Entwicklung nahmen sich verschiedene Komponisten auch anderer Möglichkeiten an, die menschliche Stimme in die instrumentale Kammermusik einfließen zu lassen, zum Beispiel in Form von Rezitationen oder dem instrumentalen Gebrauch der Stimme. In den letzten 40 Jahren hat sich zeitgenössischen Komponisten die Möglichkeit eröffnet, mit dem Instrument Stimme noch vielseitiger zu arbeiten. Die „Zeitlupe 2018 Una Voce Poco Fa“ zeigt die Palette neuer Kompositionen auf, die sich mit der menschlichen Stimme in der Kammermusik auseinandersetzen. Vier Werke stehen im Mittelpunkt. Während von Johannes Schöllhorn und Bent Sørensen Repertoirewerke zu hören sein werden, wurden mit Unterstützung der EvS Musikstiftung Kompositionsaufträge an Snezana Nesic und Jérôme Combier erteilt.

Snezana Nesic arbeitet hauptsächlich mit Musiktheater und dem Gebrauch von Text in ihrer Musik. Ihr neues Kammermusik-Werk schreibt sie für den renommierten Countertenor Daniel Gloger und das Ensemble hand werk. Jérôme Combier ist ein bedeutender französischer Komponist, dessen Musik zunehmend Bekanntheit beim internationalen Publikum erlangt. Seine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Ensemble Cairn weist ihn als Könner moderner Kammermusik aus. Die von ihm angeregte Besetzung für Sopranstimme, mikrotonales Akkordeon, Klarinette und Sho weckt die Neugierde auf seine Komposition.

 

28. Oktober 2018
Kunstverein Hannover, Deutschland

16. Dezember 2018
Sprengel Museum Hannover, Deutschland

 

Weitere Informationen:
hgnm.de